Der Wert des Materials

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«Was ist mehr wert, ein kilo stein oder ein kilo gold? Die frage ist wohl lächerlich. Aber nur für den kaufmann. Der künstler wird antworten: Für mich sind alle materialien gleich wertvoll», schreibt Adolf Loos in seinem Text «Die Baumaterialien». Noch direkter und unverblümter spricht Frank Lloyd Wright in einem Vortrag: «Wissen Sie, meine Herrschaften, was ein Ziegelstein ist? Er ist eine Bagatelle, er kostet 11 Cents, er ist ein wertloses banales Ding, das aber eine besondere Eigenschaft hat. Geben Sie mir diesen Ziegelstein und er wird sofort umgewandelt in den Wert seines Gewichtes in Gold.»

Wie bemisst sich der Wert eines Materials für den Architekten? Nach welchen Kriterien wählt er den Stoff für seine Bauten? Was zählt mehr: die Kostbarkeit eines Materials oder der Aufwand für seine Bearbeitung? Wie billig oder wie edel soll ein Baustoff sein? Macht eine solche Unterscheidung überhaupt Sinn?

Ob knappe Ressourcen oder ein wertvoller Baubestand die Ausgangslage bestimmen, die fünf Gastreferenten in der Reihe der Departementsvorträge haben mit ihren Arbeiten eine je eigene Antwort auf diese Fragen gefunden. Sie alle besitzen die Gabe des Alchemisten und verstehen es unscheinbare Materialien erfinderisch und kenntnisreich in architektonische Kostbarkeiten zu verwandeln.

Die Vortragsreihe greift das Thema sowohl geografisch als auch inhaltlich aus unterschiedlichen Perspektiven auf und bietet Gelegenheit für Einblicke ins Denken und Schaffen von:

Toni Gironès (7. März 2017)

Philipp Esch (28. März 2017)

Martin und Elisabeth Boesch (11. April 2017)

Wang Shu (9. Mai 2017)

 
 
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21.02.2017
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