| Geistesgeschichtliche Auseinandersetzung mit dem Denkmal |
Schwerpunkte: Denkmalbegriff (Geschichte und Theorie der Denkmalpflege, Erhaltungsbegründungen, Rekonstruktion, gemeinsame Wurzeln von Denkmalpflege, Heimatschutz, Naturschutz), Denkmalkunde (Aussenfarbigkeit), Gartendenkmalpflege, Nachhaltigkeit durch Denkmalpflege etc.
Burg Zug, Eckquaderbemalung von 1570/1600, restauriert 1982. Die roh behauenen Ecksteine wurden durch Putz und Farbe optisch so verändert und dargestellt, dass sie den Eindruck regelmässiger und kunstvoll bearbeiteter Steinquader hervorrufen. (Photo: M. Hering-Mitgau, Institut für Denkmalpflege) |
Gartendenkmalpflege
Naturschutz und Denkmalpflege - Ein Dialog im Garten (Studienprojekt und Publikation). Untersuchung der Konfliktursachen zwischen den Organisationen der Denkmalpflege und des Naturschutzes, ihren Zielen und Arbeitsweisen. Suche nach Gemeinsamkeiten und Entwicklung von Lösungsansätzen mit dem Ziel der Erhaltung historisch wie ökologisch bedeutender "Naturdenkmäler" - Gärten, Parks und Landschaften. Konzept und Publikation in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Ingo Kowarik (Technische Universität, Hannover) und Prof. Dr. Erika Schmidt (Technische Universität, Dresden), Mitarbeit: Prof. Dr. Georg Mörsch, Dr. Marion Wohlleben. (Kontaktperson: Dr. Birgitt Sigel)
Schloss Ebenrain, Sissach, Alleebäume des 18. Jahrhunderts. Die alten Bäme liefern nicht nur eine Fülle von Informationen über die Baumpflege früherer Epochen; ihre Pflege und Erhaltung garantiert auch die Konservierung eines Naturschutzpotentials. (Photo: Inventarisation der Kunstdenkmäer, Basel-Land 1969)
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Denkmalpflege, Heimatschutz, Naturschutz als Kulturaufgaben in der Schweiz
Im Nachgang zu dem ETH-Forschungsprojekt von 1993 über die Kulturaufgaben in der Schweiz werden die bisher gemachten Recherchen erweitert und vertieft durch die Untersuchung der historischen Rolle des Naturschutzes im Vergleich mit anderen Ländern wie Deutschland, Frankreich etc. und im Vergleich mit den beiden anderen, fast gleichzeitig entstandenen Kulturaufgaben Denkmalpflege und Heimatschutz. Die Untersuchung findet im Rahmen des Projekts Naturschutz und Denkmalpflege - Ein Dialog im Garten statt. (Kontaktperson: Dr. Marion Wohlleben)
Hans Martin Gubler, ein neuer Ansatz in der Denkmalpflege
Ziel der Untersuchung ist, die Arbeit des Kunstwissenschaftlers Hans Martin Gubler (1939-1989) und seinen Beitrag zur Diskussion der zeitgenössischen Denkmalpflege bezüglich Gegenstand, Methoden und Zielen darzustellen und der Fachöffentlichkeit in kritisch gesichteter und systematisch geordneter Form in einer Publikation zugänglich zu machen.
Hinter diesem Vorhaben steht das Interesse an der überaus produktiven und innovativen Forscherpersönlichkeit Hans Martin Gublers und an der Geschichte der Denkmalpflege, die durch ihn wichtige neue Impulse erfahren hat. Themenschwerpunkte sind die von Gubler propagierte Industriearchäologie, die Architektur des 19. Jahrhunderts sowie die Erweiterung der Zeitgrenze ins 20. Jahrhundert. Die einjährige Forschungsarbeit, finanziert von der ETH-Forschungskommission, versteht sich als Beitrag zur jüngeren Geschichte der Denkmalpflege in der Schweiz, zu ihrem Gegenstand, ihren Methoden und ihrer Praxis. (Kontaktperson: Dr. Marion Wohlleben)
Restaurierungsbericht über die Klosterkirche Rheinau
Weniger als Forschung im oben definierten Sinn denn als Pionierarbeit ist der erste umfassende, als Monographie konzipierte Restaurierungsbericht in der Schweiz zu bezeichnen, der in den Jahren 1993/94 im Auftrag der Kantonalen Denkmalpflege Zürich erarbeitet wurde und demnächst in Buchform erscheint. Darin wurde das vorhandene Material über die letzte Gesamtrestaurierung (1973-1991) der ehemaligen Klosterkirche Rheinau zusammengestellt und kritisch bearbeitet. Ergänzende Beiträge (Restaurierung, Mauerwerksuntersuchung, Altarbilder etc.) wurden eingearbeitet und ein theoretisches Kapitel zur Problematisierung des Berufsverständnisses bei Denkmalpflegern in den vergangenen Jahrzehnten vorangestellt. (Kontaktperson: Dr. Marion Wohlleben)