Jahrbuch 2000 dt. / e.
Institut für Geschichte und Theorie der Architektur (gta)
Einführung

Studienplan

1. Jahr

2. Jahr

3. und 4. Jahr

Institut gta

Assistenzprof. Dr. Bettina Köhler
Prof. Dr. Vittorio Magnago Lampugnani
Dr. Jochen Meyer / Dr. Ulrich Maximilian Schumann
Prof. Dr. Ákos Moravánszky
Prof. Dr. Werner Oechslin

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Institut ID

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Impressum

 

Institut für Geschichte und Theorie der Architektur (gta)

Das Institut gta bekennt sich auch im vierten Jahrzehnt seiner Existenz zu seiner doppelten Zielsetzung: die geschichtliche Dimension der Architektur in bester Kompetenz auszuweisen und dies in unserer aktuellen Welt immer neu zur Diskussion zu stellen. Geschichte und Theorie meint insofern – etwas stark vereinfacht – die Sache selbst und die grundsätzliche Erörterung derselben. Beides gehorcht wissenschaftlichen Ansprüchen: der Feststellung und Absicherung von Tatsachen (oder entsprechenden Teilaspekten davon), wie der kritischen Überprüfung der angewandten Methode und deren Tauglichkeit als Ansatz für mehr Theorie.

Wo immer am gta geforscht und gelehrt wird, stets ist diese doppelte Orientierung gegeben – und bereichert die Arbeit in der ständigen Auseinandersetzung, die stets über den (üblichen) Horizont «innerfachlicher» Fragestellungen hinausreicht. In unserer Orientierung auf die Architektur geben wir ein Musterbeispiel «transdisziplinärer» Arbeit: aber nicht nur in jenem (interdisziplinären) Sinn von Austausch und Vernetzung, sondern sehr viel präziser im Vermitteln einer – durch die gegebene Herausforderung – verstärkten und ständig überprüften Kompetenz gleichsam an den «analogen» produktiven Zweig des Architektur-Machens. Das gta geniesst längst internationale Anerkennung gerade wegen dieser besonderen Positionierung vorerst institutioneller (ein geisteswissenschaftliches Institut in einem Architektur-Departement), dann aber – in der Konsequenz – grundsätzlich-wissenschaftlicher Art.

Insofern ist nicht nur die Vielfalt unserer Forschungs- und Lehrtätigkeit Ausweis unserer Qualität, sondern eben noch mehr der alle unterschiedlichen Orientierungen durchziehende rote Faden, der aus dem Labyrinth (anstelle des elfenbeinernen Turmes) in die aktuelle Welt, in die Wirklichkeit hinausführt. Deshalb fühlen wir uns auch als Anwalt jener – eher in der Krise befindlichen – allgemeinen Kompetenzen wie insbesondere Denkbefähigung und Sprachkompetenz, die als Grundlage der oben beschriebenen Vermittlungsaufgabe unabdingbar sind.

Es mangelt uns also nicht an grossen Aufgaben, die wir wahrnehmen, und deren Sinn und Wichtigkeit wir vertreten. Auch wir – wer denn mehr als wir – erfinden die Welt täglich neu, weil wir, im Bemühen mit der Geschichte und Theorie durch und durch vertraut zu sein, jede Regung und Veränderung registrieren… und das Ganze neu denken und überprüfen.

Prof. Dr. Werner Oechslin
Vorsteher

 

Archiv gta

Konnte das Archiv gta im letzten Jahresbericht rund 120 Nachlässe und Bestände ausweisen, so hat es im Jahre 1999 nochmals einen markanten Zuwachs erfahren. Stellvertretend erwähnt seien zwei grosse Neuzugänge: Anfang 1999 konnte aus dem «Fellowship Home» der umfangreiche architektonische Nachlass des im 96. Altersjahr verstorbenen Alfred Roth ans gta überführt werden, den dieser testamentarisch dem Institut gta vermacht hatte. Neben Plänen, Modellen, Bauakten und einer umfangreichen Fachbibliothek umfasst der Nachlass vor allem auch eine bedeutende Korrespondenz, die von den engen Beziehungen Roths mit beinahe allen «Pionieren» der modernen Architektur ein beredtes Zeugnis ablegt. Mit dem Nachlass des grossen Bündner Architekten Rudolf Olgiati übernimmt das gta auch eine Verpflichtung: seit Jahren ist die im gta Verlag erschienene Werkmonographie vergriffen. Virtuell in seine Bestände integrieren konnte das Archiv gta das Büroarchiv von Ernst Gisel; virtuell deshalb, weil es in den angestammten Räumen im «Blauen Atelier» an der Streulistrasse in Zürich-Hirslanden bleibt, welches Ernst und Marianne Gisel Ende letzten Jahres der ETH Zürich geschenkt haben.

 

gta Ausstellungen

Grosse Projekte der letzten zwei Jahre waren geprägt durch fächerübergreifende Zusammenarbeit. In diesem Rahmen standen die monographische Darstellung der Arbeiten des Ingenieurs Heinz Hossdorf sowie die Ausstellung über die Projekte und die Lehre des 1999 verstorbenen Landschaftsarchitekten Dieter Kienast.

Mit der Präsentation der Gastdozentinnen und -dozenten Nicola Di Battista, Doris Wälchli (Ueli Brauen & Doris Wälchli), Meinrad Morger (Morger & Degelo) und Valerio Olgiati startete das gta Ausstellungen eine neue Ausstellungsreihe, welche den Gastdozentinnen und -dozenten am Departement Architektur die Möglichkeit der Selbstpräsentation bieten will.

Die Ausstellungen zum Betonpreis 97 und zum Architekturpreis Eternit 99 stehen für die Kontinuität einer weiterführenden Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Industrie.

Im Sommer 2000 standen bauliche und strukturelle Veränderungen an. Das Architekturfoyer (unverändert seit 1977) soll zu einem zeitgemässen Ausstellungsraum umgebaut werden. Ausserdem konnte durch das Projekt «ARchENA» zusätzlich Fläche für Präsentationen und Ausstellungsaktivitäten gewonnen werden. Die «ARchENA» befindet sich in dem Bereich des HIL-Gebäudes, der in Zusammenarbeit mit dem gta Ausstellungen zum eigentlichen Kommunikationszentrum des D-ARCH und D-BAUG umgestaltet werden wird.

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